Wissen heißt die Welt verstehen. Wissen lehrt, verrauschter Zeiten Und der Stunde, die da flattert, Wunderliche Zeichen deuten. Und da sich die neuen Tage Aus dem Schutt der alten bauen, Kann ein ungetrübtes Auge, Rückwärtsblickend vorwärtsschauen. F.W. Weber, Dreizehnlinden
 Wissen heißt die Welt verstehen.Wissen lehrt, verrauschter ZeitenUnd der Stunde, die da flattert,Wunderliche Zeichen deuten.Und da sich die neuen TageAus dem Schutt der alten bauen,Kann ein ungetrübtes Auge,Rückwärtsblickend vorwärtsschauen.               F.W. Weber, Dreizehnlinden

Flüstertüte - Was sonst so läuft...

18.03.2017:

 

An den Bänken vor dem Friedhof hat Dieter Kuch ein restauriertes altes Kreuz, das sich im Besitz seiner Familie befand, aufgestellt.

 

Es scheint ein Grabkreuz gewesen zu sein, wegen der am Fuß eingravierten Buchstaben R.I.P., d. h. "Requiesca(n)t in Pace!" - "Er/Sie möge(n) ruhen in Frieden!"

 

Darüber ist ein geschnitzter Titulus angebracht, der die Jahreszahl 1945 trägt und ein A für "Anno", d. h. "im Jahre".

 

Das Kreuz ist sehr aufwendig geschnitzt und hat eine Verdachung mit Kupferbeschlag.

 

Dies läßt vermuten, daß es mehr als nur ein einfaches Grabkreuz gewesen sein könnte.

Vielleicht lässt sich noch Genaueres ermitteln.
 

 

Auf alle Fälle ist es wunderschön und ruft sicher viel Segen auf das Dorf und seine Bewohner herab.

16.03.2017: Öffentliche Gemeinderatssitzung

 

Kronenacker: Auf Betreiben der CDU-Fraktion wurde eine Anfrage an das Planungsbüro gerichtet, um den derzeitigen Stand zu erfragen. Darauf wurde von der Verantwortlichen der Planeo schriftlich geantwortet, daß man derzeit an der Überarbeitung des Bebauungsplans ist und da speziell an der Auswertung der eingereichten Einwendungen (in Verwaltungssprech: Anregungen). Man rechnet mit dem Fortgang der Offenlegung im Herbst.

 

Verschmutzungen der Straßen im Bereich Kapellenstraße/Tonfeldstraße infolge des Abbaubetriebes:

Der Bürgermeister betonte nochmals die Dringlichkeit des Anliegens. Die Straßenverschmutzung sei eine ernste Sache, in der eine wirkliche Verbesserung anzustreben sei. Auf dem Tonschlick macht man sich nicht nur dreckig, man läuft als Spaziergänger Gefahr auszurutschen und hinzufallen. Die Firma Lassmann machte den Vorschlag der Anlegung eines Bürgersteigs entlang der Tongrube an der Kapellenstraße bis zur Ausfahrt der Radlader und Kipper bei der Aufbereitung. Dieses Trottoir sollte eine Höhe von 15 cm haben, damit auch die Verunreinigungen der Straße nicht auf den Gehweg gelangen. Der Vorschlag von Ratsseite betreffs einer Reifenwaschanlage wurde von den Betreibern der Tongrube wegen der Kosten und anderen Nachteilen (größere Reparaturanfälligkeit der Fahrzeuge) abgelehnt. Darauf wurde von Ratsseite eine Alternative vorgeschlagen, bei der die Verschmutzung der Straße weitgehend auf einen Bereich der Querung von der Grube zur Aufbereitung reduziert würde, welcher dann auch besser sauber zu halten wäre. Dafür sind zunächst noch amtliche Erkundigungen einzuholen. In nächster Zeit soll auch ein Termin vor Ort veranschlagt werden, damit sich Bürgermeister und Rat ein Bild machen können. Auch die Möglichkeit von Zwangs- und Bußgeldern wurde besprochen.

 

Bauvoranfrage zur Errichtung eines Gebäudes für Backwaren und Gastronomie:

Es besteht ein Plan zur Errichtung eines Gastronomiegebäudes mit Schwerpunkt Backwaren an dem Eckgrundstück Kirchstraße und L 303 (in der Kurve nach Siershahn). Dazu ließ ein Architekturbüro dem Gemeinderat Vorschläge vorlegen. Aus denen ist ersichtlich, daß man dort ein einstöckiges Gebäude mit Glasfronten, 21 Parkplätzen und einer Terrasse errichten will. Die Zufahrt soll von der Kirchstraße aus erfolgen. Der Landesbetrieb Mobilität lehnte eine Zufahrt über die L303 wegen Gefährlichkeit ab. Die Verbandsgemeinde hat nichts gegen eine Zufahrt über die Kirchstraße, machte aber darauf aufmerksam, daß es in Stoßzeiten zu einer Rückstaubildung kommen könnte. Der Gemeinderat war gefordert, zu dieser Bauvoranfrage ein sogenanntes gemeindliches Einvernehmen abzugeben.  Die Problematik der Zufahrt wurde kurz in einigen Redebeiträgen aufgenommen (Unfallgefahr, Zebrastreifen, Kreisel...). Die Attraktivität des Projektes wurde von der Mehrheit der Gemeinderatsmitglieder betont und das Einvernehmen mit drei Enthaltungen und ohne Gegenstimmen angenommen. Mit der Erteilung des Einvernehmens ist die Gemeinde gebunden und darf dem Bauvorhaben nicht mehr widersprechen, z. B. mit der Begründung, daß sich der Bau der Umgebung oder dem Landschaftsbild nicht anpasse. Aber das Einvernehmen kann auch bis zur Entscheidung über das Baugesuch geändert bzw. widerrufen werden.

Sollte sich an der Bauvoranfrage etwas ändern, z. B. statt des o. g. Projektes etwas anderes gebaut werden, so müßte eine erneute Bauvoranfrage gestellt werden.

Da niemand vom Architekturbüro, welches die Voranfrage gestellt hatte, anwesend war, ließ sich nicht ermitteln,  in welcher Phase das Projekt ist und ob hinter den Planungen konkrete Interessenten stehen.

 

Betrieb Sibelco:

Der Hauptbetriebsplan zum Abbau weiterer circa 70.000 Tonnen Ton ist vom Bergamt zugelassen worden. Der Staubentwicklung soll "durch geeignete Maßnahmen entgegengewirkt werden". Das Gelände sei einzuzäunen. Die Qualität der Abwässer sei laut Bergamt nicht beanstandungswürdig. Was das Dioxin in den Abwässern betrifft, soll die Rahmenvereinbarung des Bergamts mit der Tonindustrie erst im Laufe dieses Jahres ratifiziert werden.

 

Dazu die Bemerkung, daß beim Tonabbau in der Erde schlummernde Dioxine und Furane freigesetzt werden. Sie setzen sich im Boden ab und können über die Futteraufnahme der Nutz- und Wildtiere und die Abwässer aus den Absetzteichen der Gruben in die Nahrungskette gelangen. Das Problem ist seit Ende der 90er Jahre bekannt. Für den Fischbestand des Gelbachs und seiner Nebengewässer wurde 2013 deshalb eine Verzehrbeschränkung veröffentlicht. Untere und Obere Landesbehörden haben Untersuchungen veranlasst. Es soll ein Gutachten erstellt werden. Wann dieses herauskommt, ist mir nicht bekannt.

 

Die Beseitigung der wilden Müllhalde in der Einfahrt zum Betrieb wurde mit Sibelco nochmals besprochen. Es ist gefordert worden, die Schranke vor die Einfahrt zu verlegen, um das Problem der Müllablagerungen zu vermeiden.

 

In dem Zusammenhang erwähnte der Bürgermeister auch, daß die Beseitigung illegaler Ablagerungen und Verunreinigungen ein ständig größer werdender Arbeitsaufwand in der Gemeinde würde.

 

Kabelverlegung Massenberg: Auf die Frage, wozu entlang des Lärmschutzwalls die Vermessungspfosten gestellt seien, wurden in der Gemeinderatssitzung verschiedene Vermutungen geäußert.

Auf heutige Anfrage von meiner Seite an die Verbandsgemeinde wurde erklärt, es solle eine Glasfaserkabelverlegung vorgenommen werden. Sie diene der Herstellung des "schnellen Internet" (anscheinend zwischen Ransbach und Dernbach). Sollte diese Arbeit mit einer Spülbohrung durchgeführt werden, so entstünden dabei für die Erholungssuchenden kaum Unannehmlichkeiten. Dann müsse man lediglich an den Montagegruben den Maschinen ausweichen. Wann diese Arbeiten beginnen und wie lange sie dauern, konnte nicht gesagt werden. Es könne aber davon ausgegangen werden, daß sie im Sommer stattfänden.

 

Tierquälerei: Aus dem Bereich Massenberg, so eine Stimme aus dem Gemeinderat, sei zu berichten, daß jüngst in mehreren Fällen mit einem Luftgewehr auf Katzen geschossen worden sei, wie bei anschließenden tierärztlichen Untersuchungen festgestellt worden wäre. Der Bürgermeister rät zur Anzeige dieser Taten bei der Polizei.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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© Petra Buhr