Wissen heißt die Welt verstehen. Wissen lehrt, verrauschter Zeiten Und der Stunde, die da flattert, Wunderliche Zeichen deuten. Und da sich die neuen Tage Aus dem Schutt der alten bauen, Kann ein ungetrübtes Auge, Rückwärtsblickend vorwärtsschauen. F.W. Weber, Dreizehnlinden
 Wissen heißt die Welt verstehen.Wissen lehrt, verrauschter ZeitenUnd der Stunde, die da flattert,Wunderliche Zeichen deuten.Und da sich die neuen TageAus dem Schutt der alten bauen,Kann ein ungetrübtes Auge,Rückwärtsblickend vorwärtsschauen.               F.W. Weber, Dreizehnlinden

Flächennutzungsplan

In der Begründung zur Neuaufstellung des FNP der VG Wirges steht auf Seite 53:

 

"Bei der weiteren Siedlungsentwicklung sollen die städtebauliche Innenentwicklung, Wohnungsmodernisierung, städtebauliche Erneuerung und Verbesserung des Wohnumfeldes Vorrang vor einer Neuausweisung im Außenbereich haben."

 

Das deckt sich mit den Forderungen des übergeordneten Regionalen Raumordnungsplans von 2006. Der wiederum muß sich an die Vorgaben des Landesentwicklungsprogramms halten. Derzeit ist das LEP IV gültig. Dieses wiederum darf nicht ins Blaue hinein planen, sondern hat auf die Ziele des Bundes zu achten und nimmt sie in seine Bestimmungen auf. Eines der wichtigsten Ziele des Bundes ist die sogenannte Nationale Nachhaltigkeitsstrategie aus dem Jahr 2002, mit der dem galoppierenden Flächenverbrauch in Deutschland entgegengewirkt werden soll. Das Ziel ist die Minderung des Flächenverbrauchs auf 30 Hektar pro Tag, und zwar bis zum Jahr 2020. Das sind noch vier Jahre. Derzeit liegt der Flächenverbrauch in Deutschland aber noch bei 70 Hektar/Tag.

 

In EBERNHAHN haben wir gegenwärtig zwei große Maßnahmen zu fürchten: die Gesamtversiegelung des Kronenackers und die Teilversiegelung des Massenbergs. Das sind insgesamt 18 Hektar.

 

Ein Appell der Vernunft würde in diesem Hinblick lauten: Rücknahme der Siedlungsneuausweisung auf dem Massenberg wenigstens bis zur Neuaufstellung des nächsten Flächennutzungsplans in ca. 15 Jahren. Sollten wir jetzt dieser Ausweisung zustimmen, haben wir zu gewärtigen, daß innerhalb der nächsten zehn Jahre ein weiteres Teilstück des Massenbergs verbaut wird. Das würde eine weitere Beeinträchtigung der Freiraum- und Naherholungsfunktion in Ebernhahn bedeuten.

 

Mit dieser Siedlungsneuausweisung im Außenbereich hätten wir die Chance vertan, die Innenentwicklung zu fördern:

 

a) Es bestehen gegenwärtig noch etliche Baulücken im Innenbereich: Güllhof, Grimmel, Alte Wiese, Kannenbäckerstraße, Lagerweg, Schillerstraße, Kapellenstraße, Steimelsfeld.

b) Es ist durch Wegzug und Überalterung mit der Tatsache zunehmender Hausleerstände innerhalb des Dorfes zu rechnen. Der Wohnungsaltbestand im Dorfkern unterliegt einer großen Fluktuation in der Wohnungsnutzung. Hier muss der spürbaren Abwirtschaftung der Immobilien und der sich entwickelnden Segregation entgegengewirkt werden durch Förderung der Wohnungsmodernisierung, städtebauliche Maßnahmen wie Abriss von Altbauten, Ankauf von Grundstücken, Arrondierung (wie es Siershahn gegenwärtig macht) und eben durch ein Moratorium von Siedlungsneuausweisungen, um die Besiedlung der bestehenden Baulücken zu fördern.

c) Zu beachten ist ebenfalls: Die Neuversiegelung der Oberdorfflächen bewirkt eine Zunahme der Niederschlagsmengen (vgl. Umweltbericht, S. 93, der die Problematik der Hanglage anspricht und Maßnahmen der Retention anmahnt) und eine Belastung und - bei Starkregen - möglicherweise sogar eine Gefährdung des Unterdorfs, was sich ebenfalls negativ auf die Wohnbebauung des Unterdorfs auswirken kann.

 

 

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© Petra Buhr